I – GING 易經

„WANDLUNGEN“ – RICHARD WILHELM UND DAS I GING | Trailer & Filmclips [HD]

(About the translator of the I – GING 易經, Richard Wilhelm)

Besprechung der 8 URBILDER

  I – GING 易經 

Shuo Gua:

Shuo Gua, s. I-Ging, Buch der Wandlungen (1), s. 252, § 6 –
   說卦傳:
神也者、妙萬物而為言者也。
萬物者 莫疾乎
萬物者 莫疾乎
萬物者 熯乎
萬物者 莫說乎
萬物者 莫潤乎
萬物、萬物者、莫盛乎
故水火相逮,雷風不相悖,山澤通氣,然後能變化,既成萬物也。
  – Shuo Gua (Besprechung der 8 URZEICHEN, vgl. Tabelle Ps. 104) § 6:
„Der Geist¹ ist geheimnisvoll in allen Wesen und wirkt durch sie.
Unter allem, was die Dinge bewegt, gibt es nichts Schnelleres als den DONNER.
Unter allem, was die Dinge beugt, gibt es nichts Schnelleres als den WIND.
Unter allem, was die Dinge erwärmt, gibt es nichts Austrocknenderes als das FEUER. Unter allem, was die Dinge erfreut, gibt es nichts Erfreulicheres als den SEE.
Unter allem, was die Dinge feuchtet, gibt es nichts Feuchteres als das WASSER.
Unter allem, was die Dinge endet und die Dinge anfängt, gibt es nichts Herrlicheres als das Stillehalten (den BERG).
[…] Die Beiden URZEICHEN  „Das Schöpferische“ und „Das Empfangende“
sind […] als HIMMEL und ERDE […] AUSSTRAHLUNGEN des GEISTES“, s. 252f.²
¹ zu HIMMEL und ERDE siehe 1.Mos. 1.1, Ausstrahlungen des Geistes

² I-Ging – 易經, Das Buch der Wandlungen“, aus dem Chinesischen übertragen und erläutert von Richard Wilhelm, 1976 (1916) Eugen Diederichs Verlag ISBN 3-424-00061-2

siehe Tabelle „Psalm 104“

§ 6 ²

Der Geist ist geheimnisvoll in allen Wesen und wirkt durch sie. Unter allem, was die Dinge bewegt, gibt es nichts Schnelleres als den Donner. Unter allem, was die Dinge beugt, gibt es nichts schnelleres als den Wind. Unter allem, was die Dinge erwärmt, gibt es nichts Austrocknenderes als das Feuer. Unter allem, was die Dinge erfreut, gibt es nichts Erfreulicheres als den See. Unter allem, was die Dinge feuchtet, gibt es nichts Feuchteres als das Wasser. Unter allem, was die Dinge endet und die Dinge anfängt, gibt es nichts Herrlicheres als das Stillehalten.
Darum: Wasser und Feuer ergänzen einander, Donner und Wind stören einander nicht, Berg und See stehen in Kraftwirkung miteinander: so nur ist Veränderung und Umgestaltung möglich und können alle Dinge vollendet werden.

Hier wird nur die Wirkung der sechs abgeleiteten Urzeichen aufgeführt. Diese Wirkung ist die Wirkung des Geistigen, das nicht ein Ding neben Dingen ist, sondern die Kraft, die durch die verschiedenen Wirkungen von Donner, Wind usw. sich beweist. Die beiden Urzeichen das Schöpferische und das Empfangende sind nicht genannt, weil sie als Himmel und Erde eben die Ausstrahlungen des Geistes sind, innerhalb deren durch die Wirkung der abgeleiteten Kräfte die sichtbare Welt entsteht und sich wandelt. Jede dieser Kräfte wirkt in einer bestimmten Richtung; aber Bewegung und Wandlung ist nur möglich dadurch, daß die paarweise entgegengesetzten Kräfte, ohne einander aufzuheben, die Kreisbewegung in Schwung setzen, auf der das Leben der Welt beruht.


 周易/說卦:

第十一章

為天、為圜、為君、為父、為玉、為金、為寒、為冰、為大赤、為良馬、為老馬、為瘠馬、為駁馬、為木果。

為地、為母、為布、為釜、為吝嗇、為均、為子母牛、為大輿、為文、為眾、為柄。

其於地也為黑。

震為雷、為龍、為玄黃、為敷、 為大涂、為長子、為決躁、為蒼筤竹、為萑葦。

其於馬也,為善鳴、為馵足,為的顙。
其於稼也,為反生。
其究為健,為蕃鮮。

為木、為風、為長女、為繩直、 為工、為白、為長、為高、為進退、為不果、為臭。

其於人也,為寡髮、為廣顙、為多白眼、為近利市三倍。
其究為躁卦。

為水、為溝瀆、為隱伏、為矯輮、為弓輪。

其於人也,為加憂、為心病、為耳痛、為血卦、為赤。
其於馬也,為美脊、為亟心、為下首、為薄蹄、為曳。
其於輿也,為多眚。
為通、為月、為盜。
其於木也,為堅多心。

離為火、為日、為電、為中女、為甲冑、為戈兵。

其於人也,為大腹,為乾卦。
為鱉、為蟹、為蠃、為蚌、為龜。
其於木也,為科上槁。

為山、為徑路、為小石、為門闕、為果蓏、為閽寺、為指、為狗、為鼠、為黔喙之屬。

其於木也,為堅多節。

為澤、為少女、為巫、為口舌、為毀折、為附決。

其於地也,為剛鹵。
為妾、為羊。
§11 ²  Weitere Symbole
Das Schöpferische ist der Himmel, ist rund, ist der Fürst, ist der Vater, ist der Nephrit, ist das Metall, ist die Kälte, ist das Eis, ist das Tiefrote, ist ein gutes Pferd, ist ein altes Pferd, ist ein mageres Pferd, ist ein wildes Pferd, ist das Baumobst.

Die meisten der Symbole ergeben sich von selbst. Der Nephrit ist das Symbol der fleckenlosen Reinheit und der Festigkeit, ebenso das Metall. Kälte und Eis ergeben sich aus der Stellung des Zeichens im Nordwesten. Das Tiefrote ist die gesteigerte Farbe des Lichten (im Text ist schwarzblau die Farbe des Schöpferischen entsprechend der Farbe des Himmels). Die verschiedenen Pferde deuten auf Kraft, Dauer, Festigkeit, Stärke (das wilde Pferd ist ein mythisches Tier mit Sägezähnen, das selbst einen Tiger zerbeißen kann). Das Obst ist das Symbol der Dauer im Wechsel.
Zusätze späterer Kommentare: ist gerade, ist der Drache, ist das Obergewand, ist das Wort.

Das Empfangende ist die Erde, ist die Mutter, ist Tuch, ist der Kessel, ist die Sparsamkeit, ist ebenmäßig, ist ein Kalb mit der Kuh, ist ein großer Wagen, ist die Form, ist die Menge, ist der Stamm. Unter den Erdarten ist es die schwarze.

Die ersten Symbole sind ohne weiteres verständlich. Das Tuch ist das Ausgebreitete; die Erde ist mit Leben bedeckt wie mit einem Gewand. Im Kessel kocht man die Dinge, bis sie gar sind; so ist die Erde der große Schmelztiegel des Lebens. Die Sparsamkeit ist eine Grundeigenschaft der Natur. Ebenmäßig bedeutet, daß sie keine Zu- und Abneigung kennt. Kalb mit Kuh ist Symbol der Fruchtbarkeit; der große Wagen ist das Symbol, daß sie alle Wesen trägt. Form und Verzierung ist das Gegenteil des Gehalts, der im Schöpferischen gegeben ist. Die Menge oder Mehrheit steht im Gegensatz zur Einheit des Schöpferischen. Der Stamm ist das, aus dem die Zweige entspringen, wie alles Leben aus der Erde entspringt. Schwarz ist das gesteigerte Dunkel  (** ImText ist die Farbe des Empfangenden Gelb, sein Tier die Stute) .

Das Erregende ist der Donner, ist der Drache, ist dunkelgelb, ist das Ausbreiten, ist eine große Strasse, ist der älteste Sohn, ist entschieden und heftig, ist grüner, junger Bambus, ist Schilf und Rohr. Unter den Pferden bedeutet es die, die gut wiehern können, die mit weißen Hinterbeinen, die galoppierenden, die mit einem Stern auf der Stirn.
Unter den Nutzpflanzen sind es die Hülsenfrüchte. Schließlich ist es das Starke, das üppig Gedeihende.

Dunkelgelb ist die Mischung des dunklen Himmels und der gelben Erde. Das Ausbreiten — vielleicht ist zu lesen: die Blüten — deutet auf das üppige Wachstum im Frühling, das die Erde mit einem Pflanzenkleide überzieht. Die große Strasse deutet auf den allgemeinen Weg zum Leben im Frühling. Bambus, Schilf und Rohr sind besonders rasch wachsende Pflanzen. Das Wiehern der Pferde deutet auf ihre Verwandtschaft mit dem Donner. Die weißen Hinterbeine leuchten weithin beim Lauf. Der Galopp ist die bewegteste Gangart. Die Hülsenfrüchte tragen beim Keimen noch die Hülse des Samens an sich.

Das Sanfte ist das Holz, ist der Wind, ist die älteste Tochter, ist die Richtschnur, ist die Arbeit, ist das Weiße, ist das Lange, ist das Hohe, ist Fortschritt und Rückzug, ist das Unentschiedene, ist der Geruch.
Unter den Menschen bedeutet es die Grauhaarigen bedeutet es die mit breiter Stirn, bedeutet es die mit viel Weiß im Auge, bedeutet es die, die dem Gewinn nahe stehen, so daß sie auf dem Markt das Dreifache bekommen. Schließlich ist es das Zeichen der Heftigkeit.

Die ersten Bedeutungen sind ohne weiteres verständlich. Die Richtschnur ist das Zeichen insofern, als es sich auf die windartige Ausbreitung von Befehlen bezieht. Weiß ist die Farbe des Yinprinzips. Hier ist das Yin im Anfang an unterster Stelle. Das Holz wächst lang; der Wind kommt in große Höhen hinauf. Fortschritt und Rückzug bezieht sich auf die Unentschiedenheit des Windes; hierher gehört auch die Unentschiedenheit und der Geruch, der durch den Wind vermittelt wird. Die Grauhaarigen, spärlich behaarten Menschen haben viel Weiß im Haar. Die mit viel Weiß im Auge sind hochmütig und heftig. Heftig sind auch die Gewinnsüchtigen, so daß schließlich das Zeichen in sein Gegenteil umschlägt und die Heftigkeit, d. h. Dschen, repräsentiert.

Das Abgründige ist das Wasser, sind Gräben, ist der Hinterhalt, ist das Geradebiegen und Krummbiegen, ist der Wagen und das Rad.
Unter den Menschen bedeutet es die Melancholischen, die im Herzen Kranken, die mit Ohrenschmerzen.
Es ist das Zeichen des Blutes, ist das Rote.
Unter den Pferden bedeutet es die mit schönem Rücken, mit wildem Mut, die den Kopf hängen lassen, die dünne Hufe haben, die Stolpernden.
Unter den Wagen bedeutet es die mit vielen Fehlern.
Es ist das Durchdringen, ist der Mond.
Es bedeutet die Diebe.
Unter den Holzarten bedeutet es die festen mit viel Mark.

Die ersten Eigenschaften ergeben sich wieder von selbst. Das Gerade- und Krummbiegen liegt im schlängelnden Gang des Wassers; von da aus kommt der Gedanke auf Gebogenes, auf Bogen und Rad. Der Trübsinn wird ausgedrückt durch den einen starken Strich, der zwischen zwei schwachen eingeklemmt ist, ebenso die Herzkrankheit. Das Zeichen ist die Mühe und das Ohr. Durch mühsames Anhören gibt es Ohrenschmerzen.
Das Blut ist die Flüssigkeit des Körpers, daher ist seine Farbe rot, wenn auch etwas heller als die von Kiën, dem schöpferischen. Durch das Durchdringen bekommt es, auf den Wagen angewandt, das Bild eines zerbrochenen Wagens, der als Lastwagen dient. Das Durchdringen wird nahegelegt durch den durchdringenden Strich in der Mitte, der zwischen die zwei schwachen eingekeilt ist. Als Wasserelement bedeutet es den Mond, der somit als männlich erscheint. Die heimlich Durchdringenden und Fortschleichenden sind die Diebe. Ebenso ist auch die Markigkeit des Holzes etwas, das mit der Eigenschaft des Durchdringens zusammenhängt.

Das Haftende ist das Feuer, ist die Sonne, ist der Blitz, ist die mittlere Tochter.
Es bedeutet Panzer und Helme, es bedeutet Lanzen und Waffen. Unter den Menschen bedeutet es die mit großem Bauch.
Es ist das Zeichen der Trockenheit. Es bedeutet die Schildkröte, die Krabbe, die Schnecke, die Muschel, die Karettschildkröte.
Unter den Bäumen bedeutet es die oben am Stamm dürren.

Soweit sich die verschiedenen Symbole nicht von selbst verstehen, werden sie nahegelegt durch die Bedeutung des Feuers, der Hitze und Trockenheit, ferner durch den Charakter des Zeichens, das außen fest und innen hohl bzw. weich ist. Hierher gehören die Waffen, der dicke Bauch, die Schaltiere, die hohlen Bäume, die oben anfangen dürr zu werden.

Das Stillehalten ist der Berg, ist ein Nebenweg, bedeutet kleine Steine, bedeutet Türen und Öffnungen, bedeutet Früchte und Samen, bedeutet Eunuchen und Wächter, bedeutet die Finger, ist der Hund, ist die Ratte und die Arten der Schwarzschnäbel.
Unter den Bäumen bedeutet es die festen, knotigen.

Ein Nebenweg wird durch die Bergpfade nahegelegt, ebenso die Steine. Das Tor wird durch die Form des Zeichens nahegelegt. Früchte und Samen sind die Vermittlung zwischen Ende und Anfang der Pflanzen. Eunuchen sind Türhüter, Wächter sind Straßenhüter, beide schützen und bewachen. Die Finger sind zum Festhalten da. Der Hund bewacht, die Ratte nagt, die Vögel mit schwarzen Schnäbeln können Dinge leicht festhalten. Ebenso sind die knotigen Stämme diejenigen, die am meisten standhalten.

Das Heitere ist der See, ist die jüngste Tochter, ist eine Zauberin, ist Mund und Zunge, bedeutet Verderben und Zerbrechen, bedeutet Abfallen und Aufspringen.
Unter den Erdarten bedeutet es die harten und salzigen. Es ist die Nebenfrau, ist das Schaf.

Die Zauberin ist eine Frau, die redet. Das Heitere ist oben offen, daher Mund und Zunge. Es steht im Westen und steht daher mit dem Gedanken des Herbstes, des Zerstörens, in Verbindung, daher Verderben und Zerbrechen, Abfallen und Aufspringen der reifen Früchte. Harte, salzige Erde ist die Erde an Orten, wo Seen ausgetrocknet sind. Die Nebenfrau leitet sich ab aus dem Gedanken der jüngsten Tochter. Das Schaf, außen schwach und innen bockig, wird, wie schon bemerkt, durch die Form des Zeichens nahegelegt. Zu beachten ist, daß Schaf und Ziege in China als ungefähr dieselben Tiere, die denselben Namen haben, aufgefaßt werden.

Anmerkung:
* Es sind hier Varianten zum Text des I Ging vorhanden, in denen das Schöpferische den Drachen, das Empfangende die Stute, das Haftende die Kuh hat.
** Im Text ist die Farbe des Empfangenden Gelb, sein Tier die Stute.

简体


说卦:

神也者、妙万物而为言者也。

动万物者莫疾乎雷,

桡万物者莫疾乎风,

燥万物者莫熯乎火,

说万物者莫说乎泽,

润万物者莫润乎水,

终万物、始万物者、莫盛乎艮。

故水火相逮,雷风不相悖,山泽通气,然后能变化,既成万物也。